Projektablauf

Bei Kurzbesuchen in diesen regionalen Forschungseinrichtungen und -unternehmen  (Ludwig Boltzmann Institut für Translationale Herzinsuffizienzforschung; Institut für Physik an der Karl-Franzens-Universität Graz; Zentrum für medizinische Grundlagenforschung an der Medizinischen Universität Graz; CNSystems Medizintechnik AG; G.L. Pharma GmbH) wird den SchülerInnen der Zusammenhang zwischen Herzfunktion, Herzerkrankungen, Biomarkern und Therapie vermittelt. Es wird deutlich, wie unterschiedliche Berufsgruppen (z.B. WissenschaftlerInnen, technische AssistentInnen, ÄrztInnen, Pflegepersonal, PharmazeutInnen) bei der Erforschung, Interpretation von Biomarkern und Entwicklung von Therapieansätzen zusammenarbeiten. Durch Berichte insbesondere von Mitarbeiterinnen wird das Berufsbild der Frau in der Wissenschaft gestärkt. In jeder Klasse werden interessierte SchülerInnen für einen Vertiefungsbesuch in Kleingruppen mit „hands-on“ Erfahrungen an den wissenschaftlichen Geräten bei jeweils einem Betrieb ausgewählt. Dabei wird der Schritt von der Sichtbarmachung zur Interpretation und Nutzung von Biosignalen im Sinne des Leitmotivs („Erkennen lernen“) altersgerecht nachvollzogen. Durch Einbindung von zwei integrativen Schulen und einer Forscherin mit Behinderung erleben die SchülerInnen, dass Forschung und Behinderung vereinbar sind. Die SchülerInnen werden ihre Erfahrungen durch Peer Tutoring/Peer Mentoring der eigenen Schule und eventuell interessierten Kooperationspartnern vermitteln. In der Ausarbeitung ihrer Berichte werden sie durch eine erfahrene Präsentationstrainerin (ACADEMIA) unterstützt, um möglichst viele ihrer MitschülerInnen mit den Präsentationen zu erreichen. Ein begleitender Kurzfilm über die Erfahrungen der SchülerInnen in den Instituten und diese interaktive Website, die unter anderem projektbezogene Lehrmaterialien anbietet, stellen eine wirkungsvolle und nachhaltige Verbreitung des Projekts sicher und fördern das allgemeine Bewusstsein für die wissenschaftliche Nachwuchsförderung über die Laufzeit des Projektes hinaus. Die Etablierung von Patenschaften zwischen den beteiligten Schulen und WissenschaftlerInnen sorgt für eine nachhaltige Vernetzung aller Projektbeteiligten.